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FEDEX und seine Abzockermasche!

Liebe Leute! Ich bin über die Maßen enttäuscht von Fedex!
Seit ca. zwei Wochen ringe ich mit mir, ob ich denn diesen Beitrag über diese Firma schreiben soll, und bin nun zu dem Entschluss gekommen: JA! Denn ich möchte euch meine Erfahrungen mit FEDEX teilen, bevor ihr ebenfalls auf die Abzockermasche des Unternehmens reinfällt. 

Folgender Sachverhalt:
Wie ihr wisst, bestelle ich ab und zu im Online Shop von Gilly Hicks mit Sitz in der U.S.A. Mir ist durchaus bewusst, dass möglicherweise Zoll und auf alle Fälle ab einem Betrag von 23€ die Einkommenumsatzsteuer (EuSt) von 19% anfallen werden. Auf diese Tatsache, wurde mir bereits beim Bezahlvorgang meines Einkaufs hingewiesen. Gilly Hicks, sagte jedoch nicht aus, welches Versandunternehmen sie einsetzen werden, um ihre Ware nach DE zu verfrachten. So weit so gut.

Mir ist durchaus bewusst, dass ich selbst die Steuern und Zollabwicklung bei Erhalt meiner Ware erledigen muss (dafür müsste ich zum nächsten Zollamt gehen und meine importierte Ware anmelden).

Einige Tage später, und dafür muss ich FEDEX aber loben, bekam ich mein ersehntes Paket. Der Preis der Ware wurde schon von Gilly Hicks von meinem Konto abgebucht. Demnach stand nur noch der Betrag der EuSt aus, da meine Ware den Wert von 150€ nicht überstieg und ich demnach keinen Zoll zahlen muss. 

Noch bevor ich jedoch meine Ware anmelden konnte, erreichte mich eine Rechnung von FEDEX, wo mir aufgetragen wurde die EuSt zu zahlen und eine Vorlageprovision?! 
Nun gut, dieses verwunderte mich, denn wieso sollte ich denn eine Vorlageprovision zahlen? Ich habe den Dienst nicht in Anspruch genommen. Ich rief daraufhin bei FEDEX -kostenpflichtig- an, die nette Frau am Telefon erklärte mir, dass ich die Vorlageprovision nicht zahlen müsse, wenn ich den Betrag der EuSt überweisen würde innerhalb von 10 Werktagen nach Ausstellung des Rechnungsdatums. Ich lies mir dieses noch einmal schriftlich bestätigen, FEDEX sandte mir dafür eine E-Mail mit dem besprochenem Inhalt. 
Demnach überwies ich also die EuSt abzüglich der Vorlageprovision.

Verwunderlicherweise erreichte mich ca. einen Monat später eine Mahnung von FEDEX, in der mir mit einem Inkassoverfahren gedroht wurde, wenn ich die Vorlageprovision nicht zahlen würde innerhalb der genannten Frist von sieben Werktagen. Ich dachte mir da wirklich nur WTF?!

Wiedermal rief ich bei der kostenpflichtigen Nummer von FEDEX an und fragte nach. Die Frau am Telefon bestätigte mir, dass ich diesen Betrag der Vorlageprovision nicht zahlen müsste, da ich die EuSt innerhalb der genannten Frist bereits bezahlt hätte. Sie stornierte das Mahnungsverfahren, gab mir eine Vorgangsnummer, und entschuldigte sich vielmals bei mir.

Zwei Tage später erhielt ich eine E-Mail von FEDEX, wo mir eine andere FEDEX-Mitarbeiterin erläuterte, dass ich den Betrag der Vorlageprovision auf jeden Fall zahlen müsste. Im Anhang fand ich die Rechnung - die nicht meine war. Es wurde die falsche geprüft. Nun gut, das kann ja mal passieren. Ich antwortete auf die Mail, dass diese die falsche Rechnung sei und erklärte nochmals, dass ich den Dienst der Vorlageprovision nicht in Anspruch genommen habe und ihn deswegen auch nicht bezahlen werde. Daraufhin erhielt ich keine Antwort. Nach weiteren verstrichenen Tagen, rief ich wieder einmal bei FEDEX an. Die Frau am Apparat war nun weniger freundlich, als ich ihr den Sachverhalt schilderte. Wahrscheinlich hatte sie einen schlechten Tag. Ich gab ihr noch einmal meine richtige Rechnungsnummer und die Vorgangsnummer durch, mit der Bitte meine Rechnung nochmals zu überprüfen und den Mahnungsvorgang zu stornieren.

Wieder erhielt ich eine Mail. Wieder wurde eine falsche Rechnung geprüft. Langsam wird es ja wirklich lachhaft. Die sieben Werktage Frist sind mittlerweile verstrichen, und da ich wirklich keine Motivation habe auch noch meine Zeit mit einem Inkassoverfahren zu vergeuden, schrieb ich FEDEX wieder eine Mail (damit wir es dann auch wirklich schwarz auf weiß haben), und überwies die Vorlageprovision mit dem Vermerk unter Vorbehalt. Ich bat in meiner Mail innerhalb von zwei Wochen um die Rückerstattung des Betrages der Vorlageprovision soweit FEDEX mir nicht eine von mir gültige, schriftlich unterschriebene Vertretungsvollmacht zur Ableistung des Dienstes der Vorlageprovision vorlegen kann.

Das ist doch eine Unverschämtheit auf dieser Art und Weise unwissentliche Verbraucher reinzulegen, um an Geld zu kommen?! Und nur zu eurer Info: FEDEX sind nicht die einzigen, die solche Maschen abziehen. Bei UPS, Breuninger und diverse weitere Unternehmen, haben ebenfalls schon ähnliche Fälle vorgewiesen. - Gebt das bei Google ein und es springen euch massenhaft welche entgegen.

Es geht hier nicht ums Geld, sondern darum, dass es einfach rechtswidrig ist solche Abzockermaschen zu verwenden.

Ich möchte euch einfach einmal auf diese Arten von Betrug und Täuschung aufmerksam machen. Ihr sollt aufpassen, wenn jemand gegen euch einen Anspruch erhebt, der auf keinerlei Grundlage gebaut ist. Solange ihr selbst keine Zustimmung zu einem Dienst gegeben habt, den ein anderer für euch leisten soll, solange kann auch kein anderer ohne, dass ihr vorher Bescheid bekommen habt, etwas von euch fordern. Hakt nach, hinterfragt, und fragt Leute vom Fach. Empfehlenswert ist auch die Verbraucherzentrale (in jeder Stadt zu finden). Sie wird euch das gleiche sagen.

Bin gespannt, wie mein Fall enden wird. Aber bis dahin, gebt auf euch acht!

Kommentare:

  1. du wirst es nicht glauben aber ähnlich ging es mir auch, nachdem ich auch bei GH bestellt hatte! Ich habe ähnliche Probleme gehabt mit Mahnung und dass ich Zeug bezahlen sollte, von dem ich nichts wusste...ebenfalls sollten ständig Zahlungsfristen abgelaufen sein, was völliger Quatsch war. Irgendwann hab ich dann nicht mehr reagiert und es hat aufgehört, aber hallo, wie dreist ist das?!
    Gut, dass mal jemand darüber schreibt, ich hab mich nämlich nicht getraut...

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  2. ich möchte dich mal kurz für dein tolles design loben
    aber es tut mir wirklich leid, dass dir sowas passiert ist
    ich finde das richtig dreist und finde es gut dass du das öffentlich machst

    liebe grüße
    Hydrogenperoxid Lifestyle Blog

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  3. Sehr guter Post! Und man merkt an deiner Schreibweise, dass du dich momentan mit Recht beschäftigst ;) Was die da abziehen ist wirklich unverschämt! Aber aus Angst (und wahrscheinlich auch Bequemlichkeit) beugen sich bestimmt ein Großteil der Leute und so verdienen sie ihr Geld... :/

    Liebst, ina

    Visit me at Petite Saigon

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  4. Oha, ich hab mit denen ein Glück noch nie so wirklich einen Kontakt gehabt oder bestellt!
    Aber die meisten Maschen sind so. Dreistigkeit zahlt sich aus :/

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  5. Ich kenne das "Spiel" auch schon länger. Gängige Praxis bei ALLEN Transportdiensten. DHL hat sowas früher gratis abgewickelt, aber auch hier ist man mittlerweile zu dieser Praxis übergegangen. Bei FedEx zahle ich immer sofort die Einfuhrumsatzsteuer, aber die Vorlageprovision ziehe ich gleich ab bei der Überweisung. Am Telefon wurde mir - auf meine Beschwerde hin - gesagt, dass ich die rausstreichen könnte, wenn ich sofort zahle. Hat bisher immer geklappt, wobei ich mir dessen bewusst bin, dass da irgendwann mal eine große Rechnung kommen kann, dann geht's eben zum Anwalt. Wofür ich niemanden beauftragt habe, zahle ich auch nicht.

    UPS ist da anders gestrickt. Die wollen das Geld gleich per Nachnahme mit der Sendung. Im Nachhinein haben die mir jetzt sogar eine Rechnung über pauschal 33 Euro geschickt für den Posten "Behördliche Beschau". Ich rief also an, wofür das wäre. Das Paket wurde vom Zoll stichprobenartig geöffnet und UPS musste dafür das Paket zum Zoll bringen und von dort wieder abholen (so sagen sie zumindest). Dafür soll ich dann 33 Euro zahlen. Die bekommen jetzt auch erstmal ein Briefchen von mir und ich lege Widerspruch gegen die Kostenrechnung ein.

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