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Vietnamesisches Schönheitsideal


Schönheitsideal


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Noch vor fünf Minuten sprach ich mit meinen Schwestern die mir von "früher" erzählten. Früher, als meine Eltern noch in Thu Duc lebten auf einer Farm, wo sie Schweine und Rinder hüteten, meinem Onkel halfen. Meine Schwestern die noch in kurzer Kleidung unter grellem Sonnenlicht meiner Mutter halfen Reis zu ernten.
Das Schönheitsideal war damals, weiße Haut, pechschwarze Haare, roter Mund. Nur Menschen auf die diese Beschreibung zutrifft, hatten es gut. Damals und heute. Man fragt sich wieso? Die Antwort ist simple: Menschen die nicht unter den grellen Strahlen bei unerträglicher Hitze auf dem Feld arbeiten mussten, kamen aus einem guten Hause. Dort hatte man Bedienstete. Wir nicht. So konnten meine Schwestern "früher" nie dem Ideal entsprechen, denn sie waren braun fast schwarz. Ihre Hände vernarbt und überzogen mit Hornhaut. Mich hat es besser getroffen, mich gab es "früher" noch nicht. 
Umso dankbarer bin ich meinen Eltern, dass sie meine Geschwister und mich lieben. Für unsere Zukunft opferten sie ihr Kostbarstes. Zeit. Zeit in der sie hätten verreisen können. Zeit in der sie an  ihr eigenes Wohlergehen dachten konnten. Aber nein, sie dachten an die Zukunft ihrer Kinder, an uns, an mich.
So kam nach einer schwierigen Zeit der Neuanfang in Deutschland. 
Danke Mama. Danke Papa. Ich liebe euch.

Kommentare:

  1. Wirklich wunderbar geschrieben und eine tolle Message an deine Eltern!
    Alles Liebe,
    Fee von Floral Fascination

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  2. Dieses Schönheitsideal kann man verstehen, früher war alles ein bisschen anders..
    Schön geschrieben, da passen die Bilder vor allem perfekt dazu!
    Ich bin auch zwischen zwei Kulturen hin und her gerissen. Obwohl meine Eltern schon seit 20 Jahren in Deutschland leben und ich hier geboren bin, weiß ich sehr viel über Russland, Sowjetunion damals, Kasachstan und die Ukraine. Ich fühl mich ein wenig multikulti, wenn ich jetzt noch ein Kind in England großziehen würde.. Stell dir mal vor. Es könnte dreisprachig aufwachsen :D Aber daran wollen wir gar nicht denken. Denn das wichtigste ist: Wir sind alle Menschen ♥

    Liebe Grüße, Carina von http://artofcarina.blogspot.com/ ♥ (Blogger Lounge)

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  3. Oh, wow. Echt schöner Post. Ich finde es immer schön, wenn man auch mal an die Eltern denkt und ihnen zeigt, dass sie was wunderbares sind und was sie alles für einen getan haben :)

    Allerliebste Grüße,
    HOLYKATTA

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  4. Wirklich schön geschrieben und super persönlicher Einblick.

    Liebe Grüße,
    Mindbroken

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  5. Sehr schön geschrieben. Da werden/ haben sich deine Eltern mit Sicherheit riesig über so ein schönes Dankeschön gefreut :)

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  6. Großartig - sowohl Text als auch die Bilder!
    herzliche Grüße
    Duni

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  7. Ein wunderschöner Post! Deine lieben Eltern freuen sich bestimmt auch über deinen schönen Worte!

    www.thefashionfraction.com

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  8. vor allem gehört auch jede Menge Mut für einen Neuanfang in Deutschland dazu,
    einem Land mit komplett anderer Kultur und Sprache.
    Ich bewundere unsere Eltern wirklich dafür

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  9. Hey, ich dachte jetzt echt, es ginge nur ums Schönheitsideal. Dass dies in verschiedenen Ländern und Kulturen variiert, darüber haben wir auch schon mal geschrieben. In deinem Post geht es aber um mehr. Um viel mehr. Um die Liebe von Eltern zu ihrem Kind. Sie haben alles richtig gemacht! ;-) LG, Stephanie

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  10. Meinen Eltern geht es ähnlich - politische Flüchtlinge, die sich ein neues Leben in Österreich erschafft haben. Ich bin sehr stolz auf meine Eltern, dass mit 0 Cent ein neues Leben aufgebaut haben. Die schweren Zeiten habe ich nicht miterlebt und bin jeden Tag dankbar, dass ich so ein feines Leben habe.

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  11. Wunderschöner Post, du bist übrigens echt hübsch. ♥
    Liebe Grüße,
    http://justtakeamomentplease.blogspot.de/

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